Am 16. Dezember, sehr, sehr, sehr früh am Morgen, machten
Daniela, Jarko, Maria Fernanda und ich uns auf den Weg nach Kolumbien. Jarko,
mein Gastvater, folgte uns erst am 21. Dezember.
Wir flogen von Guayaquil nach Bogotá. Meine Gastmutter flog danach direkt nach
Bucaramanga (zu ihrer Mutter) weiter. Meine Geschwister und ich blieben aber
vorerst in Bogotá, bei der Mutter und der Schwester meines Gastvaters.
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| wir am Flughafen Guayaquil |
In Bogotá konnte ich endlich wieder einmal frei herumlaufen!
Das ist echt ein schönes Gefühl, wenn man bedenkt, dass ich jetzt vier Monate
schon in einer Stadt wohne, wo man nur in Einkaufszentren, oder in den
Siedlungen herumlaufen kann.
| Daniela und ich in Bogotá |
In Bogotá waren wir in einigen Einkaufszentren und
am zweiten Tag waren wir beim Cerro de Monserrate. Das ist einer der
bekanntesten Orte von Bogotá. Der Cerro de Monserrate ist ein Berg mit einer
Kirche. Hinauf kann man entweder mit einer Seilbahn, oder einer Zahnradbahn.
Leider fährt die Zahnradbahn nicht so oft und deshalb fuhren wir mit der
Seilbahn hoch. Die Bergstation der Seilbahn liegt auf 3152 M. ü. M. Mit dieser
Höhe hatten wir wieder einmal Mühe. Deswegen tranken wir, wie schon beim
Cotopaxi, Coca Tee.
| Aus der Seilbahn |
| Bogotá |
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| Natürlich wurde die Seilbahn in der Schweiz hergestellt ;) |
| Die Kirche |
In Kolumbien hat man vom 16. bis zum 24. Dezember jeden Tag
eine sogenannte Novena. Oftmals kommen Freunde und Bekannte zu einem nach
Hause, oder man geht zu jemandem. Es kann sein, dass man die Novena auch nur
mit der Familie hält. Man betet und singt zusammen und wenn andere zu Besuch
sind, gibt es auch noch ein spezielles Abendessen.
Am 17. Dezember war die Novena bei der Mutter und der Schwester meines Gastvaters. Deshalb mussten wir noch einige Essenswaren einkaufen. In den Supermärkten in Kolumbien gibt es enorm viele Dinge zum probieren. Zum Beispiel haben wir eine Kugel Eis zum probieren und Kekse bekommen. Es gab aber noch viel mehr!
Am 17. Dezember war die Novena bei der Mutter und der Schwester meines Gastvaters. Deshalb mussten wir noch einige Essenswaren einkaufen. In den Supermärkten in Kolumbien gibt es enorm viele Dinge zum probieren. Zum Beispiel haben wir eine Kugel Eis zum probieren und Kekse bekommen. Es gab aber noch viel mehr!
Was mir erst jetzt in Kolumbien aufgefallen ist, ist, dass
alle, die mich nicht kennen, denken, ich könne kein Spanisch. Es sind dann alle
sehr überrascht, wenn ich beginne, Spanisch zu sprechen! Das ist sehr lustig,
denn zuerst beginnen alle, mit mir Englisch zu sprechen und ich antworte dann
auf Spanisch.
Am 18. Dezember flogen wir nach Bucaramanga. Dort war es
wieder viel wärmer, aber immer noch nicht so heiss, wie in Guayaquil. Der Flug
nach Bucaramanga hatte relativ feste Turbulenzen. Die Frau neben mir bekam
ziemlich Panik, aber mir hats gefallen. ;)
Die ersten paar Tage waren Daniela, Maria Fernanda und ich
jeden Tag in einer Mall. Unter anderem haben wir Kleider gekauft, die meine
Gasteltern mir dann zu Weihnachten schenkten. Die ganze Zeit in Bucaramanga
waren wir normalerweise bis so etwa 11 Uhr, oder länger im Schlafanzug.
Dementsprechend kann man sich auch unsere Motivation, etwas zu unternehmen,
vorstellen. ;) Ich fands auf jeden Fall erholsam!
Nach ein paar Tagen kam auch noch eine Schwester von meiner
Gastmutter mit ihrer Familie. Auch sie wohnten über Weihnachten in der Wohnung
der Grossmutter. Schlussendlich waren wir neun Personen in dieser Wohnung.
Der 23. Dezember war der einzige Tag in den Ferien, an dem
wir früh aufstehen mussten. Um sechs Uhr hat mich mein Gastvater geweckt! Wir
machten an diesem Tag einen Ausflug in den National Park Chicamocha (Chicamocha
Canyon). Unser Plan war, vor allen da zu sein, damit wir bei der Seilbahn nicht
anstehen müssen. Da der Weg dorthin jedoch lange dauerte, mussten wir schon
früh losgehen. Wir starteten bei der Mesa de los Santos (Tisch der Heiligen). Weil
der Berg dort so flach ist, sieht er so aus wie ein Tisch. Mit der Seilbahn
fuhren wir zuerst in die Schlucht und dann hoch zu einer Art Freizeitpark.
Diesen Park darf man sich auf keinen Fall wie den Europapark vorstellen oder
so. Es gab keine Achterbahnen, oder
Karusselle, sondern riesen Schaukeln und Bungee Jumping. Es hatte ein Cable
Vuelvo für Erwachsene. Das war echt der Hammer. Man fliegt so halb und unter
einem hat es einen meterhohen Abgrund. Das haben nur mein Gastvater und ich
gemacht, die anderen hatten zu viel Angst davor. Nach dem Cable Vuelvo gingen
wir zum Aussichtspunkt. Die Aussicht war echt unglaublich!! Daniela und ich
gingen danach auf die Riesenschaukel. Zum Schluss waren wir noch in einem Mini
Zoo. Dort hatte es unter anderem Strausse. Danach fuhren wir mit der Seilbahn
wieder zurück. Bei der Seilbahnstation bei Mesa de los Santos haben wir Mittag
gegessen und fuhren wieder zurück nach Bucaramanga.
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| Ich beim Cable Vuelvo |
| Die Riesenschaukel |
| Daniela und ich |
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| Wir waren zu faul um hoch zugehen, also nahmen wir den "Bus" |
Weihnachten war für mich sehr seltsam, denn es war warm und ich konnte nicht Ski fahren. Trotzdem waren diese Weihnachten super. Am Abend gab es zuerst Snacks und dann wurden Fotos in allen möglichen Variationen gemacht. Grossmutter mit Enkeln, erste Familie, zweite Familie, dritte Familie, alle Geschwister usw. Nach den Fotos waren die Geschenke dran. Es waren unglaublich viele Geschenke, sicher mehr als hundert! Hier funktioniert Geschenkeauspaken so: jemand nimmt ein Geschenk, liest von wem, für wen, dann macht es die Person, für die es ist, auf und alle schauen zu. Erst wenn das Geschenk offen ist und danke gesagt wurde, ist das nächste dran. Dementsprechend lange hats gedauert, aber es war auch lustig. Mein, mit Abstand bestes Geschenk, war eine Barbie Puppe. Die war von meinem Gastvater und mir wurde ausdrücklich gesagt, sie ist nur von ihm und nicht von der ganzen Familie. Das mit der Barbie ist nämlich so: für meine Geburtstagsparty wusste ich zuerst nicht, was ich machen will, deshalb hat mein Gastvater gefunden, ich soll eine Barbieparty machen. In Bucaramanga kam im Fernsehen dann die längste Zeit Barbie Werbung und die ganze Familie hat mich jedes Mal gefragt, ob ich doch nicht eine Barbie für Weihnachten will. Irgendwann habe ich dann gesagt, ich wolle unbedingt eine Barbie zu Weihnachten und aus Spass hat mir dann mein Gastvater eine gekauft. :) Natürlich habe ich mich auch sehr über die Geschenke aus der Schweiz gefreut! Unter anderem bekam ich schweizer Wiehnachtsguezli, denn hier gibt es sowas nicht!!
Nach dem Geschenkeauspacken gab es Essen. Wir assen Pavo (Truthan), Schinken, Reis und einen Dessert, ähnlich wie ein Tiramisu, einfach mit Zintronencrème. Nach dem Essen wurde dann geredet bis etwa 3 Uhr morgens.
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| Die Grossmutter, einige ihrer Enkel, und ich |

















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