Freitag, 28. Februar 2014

Cueeeeencaaaaa :D

Am Freitag dem 14. Februar fuhr ich mit vier anderen Mädchen von AFS Guayaquil nach Cuenca. Beim Terminal in Guayaquil mussten wir jedoch warten, bis alle Volunteers von uns da waren. Mein Volunteer nahm sich, wie immer, alle Zeit der Welt und war etwa zwei Stunden zu spät da... Natürlich mussten wir dann einen späteren Bus nehmen, als wir mit AFS Cuenca abgemacht haben. Unsere Volunteers hielten es aber nicht für nötig, dies Cuenca mitzuteilen. Die vier Mädchen von Machala waren alle zur abgemachten Zeit da, aber unsere Gastfamilien mussten etwa zwei Stunden auf uns warten. Klar hat das denen nicht so gefallen, aber zum Glück war meine Familie nicht wütend deswegen. Wir hatten fast alle einen Gastbruder im Alter von etwa 25 und da die alle Freude waren, hat es denen nicht so viel ausgemacht, zu warten. Am Freitag kamen wir sehr spät an, deshalb haben wir nicht mehr wirklich was gemacht. Nur am Abend gingen wir alle von AFS zusammen aus.

Am Samstag besichtigte ich mit Anouk die Stadt. Ich liebe diese Stadt. Sie ist so viel sicherer als fast alle Städte in Ecuador und wunderschön. Wir liefen einfach so in der ganzen Stadt herum und schlussendlich sassen wir noch ein bisschen am Fluss. Da fühlte man sich gerade wieder wie in Europa. Am Abend trafen wir uns dann wieder alle von AFS.
Der Fluss in der Stadt

Am Sonntag fuhr ich mit meiner Familie in eine kleine Stadt namens Paute. Meine Gastfamilie kommt von da, aber sie zogen nach Cuenca, da das Schlussystem da besser ist. Letztes Wochenende waren ja Wahlen in Ecuador und der Bruder von meinem Gastvater war Kandidat als Alcalde in Paute. Vor den Wahlen haben alle Parteien immer Versammlungen und meine Gastfamilie ging da natürlich auch hin, um den Onkel zu unterstützen. In der Nacht fuhren wir dann wieder nach Hause.

Am Montag machten wir mit dem Touristenbus eine Tour durch ganz Cuenca. Leider war es ein sehr sonniger Tag, deshalb wurde es ein bisschen heiss auf dem Bus. Manchmal musste man die Köpfe einziehen, da man sonst von einem Baum geschlagen worden wäre oder ein Kabel zu tief in der Strasse hing. Nach der Tour assen wir in einem Spanischen Restaurant zu Mittag. Die Pasta da war sensationell.
Anouk und Cuenca

Anouk und Lotte

Eine Universität in Cuenca

Die Kirche auf dem Hügel




Am Abend gingen wir alle von AFS und noch einige Gastbrüder in ein Restaurant, das spezialisiert auf Cuy (Meerschweinchen) ist. Wir alle hatten es jedoch nicht so gerne, das Fleisch schmeckt echt seltsam. Aber immerhin habe ich es jetzt einmal probiert.

Am Dienstag gingen wir zu Baños, nahe von Cuenca. Dort hat es thermale Bäder. Es war ganz ok, aber jetzt nicht so super spannend. Natürlich, wie bei fast allen Schwimmbädern in Ecuador, gab es eine Badekappenpflicht. Wir sahen dann alle wie Schlümpfe aus.

Gruppenbild im Pool

Nachdem wir von Baños zurückkamen, gingen wir mit einem Gastbruder und seinen Freunden zu Gíron. Es hatte jedoch so viel Nebel, dass man fast nichts sah. Auch hatten der Gastbruder und seine Freunde ein bisschen Probleme mit Autofahren, da man nur einige Meter weit sah. In Gíron gibt eis einige imposante Wasserfälle. Da es jedoch so kalt und nass war, gingen wir nur bis zum ersten. Der war anscheinend eher ein kleinerer. Ich fand ihn trotzdem riesig.

Anouk und ich vor dem Wasserfall



Sanne, Anouk, Lena, ich und Linde


Am Abend trafen wir uns wieder alle um zusammen zu essen.

Am Mittwoch fuhren wir zu neunt in einem Siebenplätzer nach Ingapirca. Ingapirca ist die grösste Inkafundstätte in Ecuador. Ursprünglich waren es Tempel der Kañiari, doch als die Inkas kamen, übernahmen sie sie. Vieles ist rund gebaut, was auf die Kañiari deutet, aber andere Teile sind quadratisch gebaut, was typisch für die Inkas ist. Die Inkas haben die Kañiari-Kultur respektiert, da für beide der Mond wichtig war. Bei den Inkas ist natürlich der Sonnengott wichtiger, aber für die Frauen der Inkas ist der Mond wichtiger.

Anouk und ich vor den Ruinen

Anouks Gastbruder Andres und wir zwei



Ein Grabstein. Hier wurden eine Priesterin und ihre elf Begleiterinnen begraben. Die Begleiterinnen mussten lebendig ins Grab mit.

Das Inkagesicht



Typische Inkabauten








Mit diesem Messstein wurden die Monate gemessen



Die ganze Gruppe in Ingapirca







Als wir dann auf dem Weg zum Auto waren, kam ein Umzug von einer Partei. Die machten so richtig Lärm und da wir auf dem Land waren, sahen alle aus, wie die typischen Ecuadorianer. 

Beim Nachhauseweg kamen wir dann in einen Umzug von einer anderen Partei. Die blockierten die Strasse und deshalb brauchten wir etwa zwei Stunden länger, um nach Hause zu kommen. Es war ja so oder so ein langer Weg nach Ingapirca und zu neunt in diesem Auto war alles andere als angenehm, deshalb haben wir uns so richtig gefreut, dass wir noch zwei Stunden länger in diesem Auto sitzen dürfen.
Meine Familie wollte mit mir nach Paute nochmals fahren, aber da ich so viel Verspätung hatte, mussten sie ohne mich gehen. Mein Gastbruder blieb aber auch zu Hause und am Abend trafen wir uns alle nochmals.

Am Donnerstag fuhren wir nach las Cajas. Das ist ein Nationalpark etwa eine Stunde von Cuenca entfernt. Der Boss von AFS-Cuenca fuhr uns dorthin. Wir waren alle in einem Pick-up und durften auf der Ladefläche sitzen. Da es rein theoretisch verboten ist, stoppte uns einmal die Polizei. Pablo musste jedoch nur kurz mit denen reden und schon durften wir weiter fahren. Die Polizisten hatten jedoch irgendwie Freude an uns, da wir Ausländer waren und machten mit der Kamera und später dann im Auto mit dem iPad Fotos von uns… Das war echt seltsam.
In las Cajas waren wir nur beim grössten See vom Nationalpark. Wenn man sich dann einen Zürichsee oder so was vorstellt, liegt man total falsch. Er hatte etwa die Grösse von einem Alpseelein. Leider war auch an diesem Tag nicht so super Wetter und der Boden war feucht. Anouk rutschte einmal aus und ich war natürlich ein bisschen schadenfroh. Als ich dann zu dieser Stelle kam, haute es mich noch viel mehr um und die Hälfte von meiner Hose war voll Schlamm… Na ja, immerhin hatten dann alle was zu lachen.

Ich mit meiner dreckigen Hose


Anouk vor dem See

Catinka





Lena (eine der anderen zwei Schweizerinnen)



Als wir dann zurück wollten, hatten wir immer noch 10 Minuten Zeit, bis der Bus kommen sollte. Leider kam genau in diesem Moment der Bus und wir verpassten ihn. Zu unserem Glück kam dann gerade noch ein Minibus und wir konnten mit dem mitfahren.
Nach dem Mittagessen gingen wir zu einem Markt, wo man typische ecuadorianische Sachen kaufen konnte. Ich kaufte mir da eine kuschelige Lamafelljacke. :)
Später besuchten wir die Kathedrale im Zentrum. Man kann eine Treppe hochgehen, dann ist steht man auf dem Dach der Kathedrale. Der Weg nach oben ist jedoch ziemlich lang und anstrengend.
Auf dem Dach der Kathedrale

Die berühmte Kuppel von der Kathedrale
meine Lamajacke

Lamaplüschtiere aus Lamafell




Am Abend lud mich meine Familie in ein Restaurant ein. Es gab typisches Essen von Cueca, nämlich grilliertes Schweinefleisch mit Bohnen und Mais.

Am Freitag konnte ich endlich wieder einmal ausschlafen, da wir kein Programm hatten. Wir mussten lediglich um halb zwei beim Terminal in Cuenca sein, um wieder nach Hause zu fahren. Alle wollten noch länger bleiben, aber leider ging das nicht. Immerhin haben uns unsere Familien eingeladen, nochmals nach Cuenca zu gehen und wir schauen, dass wir dies machen.

Am Samstagabend bis am Sonntagnachmittag gingen wir wieder an den Strand. Da am Sonntag Wahlen waren, mussten wir früh nach Hause, da man nur bis um fünf Uhr abstimmen konnte.
Am Sonntagabend habe ich einen Geburtstagskuchen für meinen Vater gebacken, doch da im Mehl Backpulver drin war, kam ein anderer Kuchen raus, als ich wollte. Dafür gabs den nach dem essen. :)

Am Montag versuchte ich dann erneut den Kuchen, diesmal funktionierte er perfekt.
Am Dienstagabend kam mein Vater zum Abendessen. Da er Geburtstag hatte, als ich in Cuenca war, machte ich ihm ein Geburtstagsessen. Es gab Ravioli und zum Dessert eine Schokoladentorte. Zum Glück hat es allen geschmeckt, da ich einige Stunden dafür arbeiten musste. Mein Vater wusste jedoch nicht, dass man Kerzen erst nach dem singen ausblasen darf. Tzzz jetzt hast du was gelernt ;)


Heute gehe ich bis am 13. März nach Perú und am 14. gehe ich mit AFS auf die Galápagos Inseln. Ich weiss deshalb nicht, wann ich wieder einmal Zeit für einen nächsten Blogeintrag habe. Wer weiss, vielleicht mache ich noch einen, bevor ich nach Galápagos gehe.

Dienstag, 11. Februar 2014

Ein ganz normales Floss

Ich habe noch vergessen, das Bild vom Floss aufs Internet zustellen. Hier habt ihr es, um euch ein bisschen mehr ecuadorianische Qualität vorstellen zu können


Montag, 10. Februar 2014

So endlich habe ich wieder einmal Zeit

Ich habe schon sehr lange nicht mehr geschrieben. Eine Austauschschülerin in Peru hat mir gesagt, dass keine Neuigkeiten gute Neuigkeiten sind. In meinem Fall trifft das auf jeden Fall vollkommen zu. Ich geniesse die Zeit hier so richtig! Aber jetzt habe ich ganz viel zu schreiben, da echt eine Menge passiert ist.

Im Januar war ich mit anderen Austauschschülern am Nervo Konzert (Nervo sind Zwillings DJanes) in Salinas. Salinas ist eine Stadt am Strand, in der Nähe, wo wir das Strandhaus haben. Nervo selbst haben erst nach ein Uhr angefangen, aber das Konzert war echt gut! :)
Anouk, Sanne und ich

Ich war die einzige Nichtbelgierin


Vom 17. Januar bis zum 19. Januar hatten alle AFSler ein Camp in Santa Elena. Santa Elena ist auch am Strand und etwa 10 min von unserem Strandhaus entfernt. Alle von AFS kamen. Es war schön wieder einmal alle zu sehen. Für einige war es das erste Mal am Strand in Ecuador und für einen Japaner war es sogar das erste Mal in seinem Leben. Am Strand konnten wir leider nicht lange sein, da wir nur bis zum Abendessen gehen durften und die Leiter uns lange Informationen geben mussten. Auch am Morgne durften wir nicht an den Strand gehen... Für die von Guayaquil, Machalla und Cuenca war das nicht so schlimm, da die Anreisezeit max. 4h war, aber die von Quito mussten über 8h Busfahren. Der Quitobus kam am Freitag auch erst in der Nacht an und am Sonntag mussten sie um 2 Uhr am Morgen wieder nach Hause. Die Organisation war nicht so gut. Beim Camp bekamen wir Informationen über den Kurzaustausch (ich gehe diesen Freitag für eine Woche nach Cuenca und lebe dort in einer anderen Familie) und die Galápagosreise. Auf die Galápagos Inseln gehen wir im März.

Seit dem 25. Januar habe ich Ferien, aber die letzten Wochen davor waren echt schlimm wegen dem Regen. Weil zu viele ausgerutscht sind, hat die Schulleitung entschieden, dass die Schüler immer im gleichen Zimmer bleiben, aber die Lehrer wechseln müssen. Ich habe jetzt bis zum 15. April Ferien.

Am 25. Januar bekam ein Freund (Anton aus Deutschland) eine Überraschungsparty. Wir gingen in Chilis essen. Leider wusste Anton schon vorher bescheid, da er auf meinem Handy den Gruppenchat Anton's Surprise Party gesehen hat. Auch hat Emma (auch eine Freundin aus Deutschland) mich gefragt, als Anton dabei war, um welche Zeit die Party startet. Anton hat sich trotzdem sehr gefreut! :) Sanne, Kolfinna und ich haben ihm noch eine Geburtstagstorte gebacken und wir haben sie im Restaurant gegessen. Hier in Ecuador ist das generell kein Problem.
Überraschungsparty


Die Ferien habe ich bis jetzt so richtig genossen. Jede Woche treffe ich mich mindestens zwei Mal mit Emma. Heute habe ich mit ihr mit Gitarre begonnen. Jeden Montag wollen wir jetzt in den Ferien in die Gitarre Stunde gehen. Auch war ich jetzt schon einige Mal im Kino mit Freunden. Jetzt gibt es keine Filme mehr im Kino, die ich noch sehen möchte. ;)

Am 31. Januar bis zum 2. Januar war ich bei Kolfinna. Am Freitag haben wir uns die Haaren getönt. Ich bin jetzt ein bisschen blonder und weniger rot. Am Abend sind wir und unsere Freunde noch in eine Bar in las Peñas. Las Peñas ist einer der schönsten und sehenswertesten Orte in Guayaquil. Erst recht am Abend. Am Samstag fuhr ich dann mit Kolfinna und ihrer Familie nach Santa Lucia. Santa Lucia ist eine typische ecuadorianische Stadt. Schon morgen früh lief Musik in der ganzen Stadt. Leider gibt es da so richtig viele Moskitos. Ich habe jetzt sicher 50 Stiche. In zwei Wochen sind Wahlen in Ecuador, darum waren wir am Sonntag an einer Versammlung von der Partei, in der Kolfinnas Eltern sind. Die sind echt verrückt. Alle Parteien haben aus bekannten Liedern Wahllieder gemacht. Und dann gehen riesen Gruppen in Pick Ups zu den Versammlungen. Natürlich sitzt man dann auf der Ladefläche und alle schreien die Namen von den Kandidaten. auch mussten wir den Fluss überqueren. Auf dem Fluss hat es ein Floss mit ecuadorianischer Qualität. Drei Autos und einige Motorräder haben auf dem Floss platz. Das Wochenende zuvor ist ein Auto im Fluss gelandet. Zum Glück ist das nicht uns passiert. Da die Versammlung auf dem Land war, wurden wir noch mehr angestarrt, als in der Stadt. Dort auf dem Land sind nämlich so gut wie nie Ausländer.
meine blonden Haare


Am Mittwoch kamen Sanne, Emma und Anton zu mir nach Hausen. Wir haben typisches Essen aus unseren Ländern gekocht. Es gab Rösti mit Fleischbälchen in Tomatensauce und Apfelmus. Danach gingen wir in den Pool schwimmen (ja bei uns ist es immer noch warm. ;) Etwa 30 Grad jeden Tag) und danach gingen wir ein Frozen Yoghurt essen. Am Abend schauten wir noch eine DVD, dann musste Anton nach Hause. Emma und Sanne übernachteten bei mir. Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück, bis zu Mittagessen und ein bisschen danach in den Pool. Danach mussten die beiden nach Hause.
Unser Essen

Apfelmus

Unterwasserkamara :D





So muss ein entspannter Morgen sein

Rösti


Am Abend kam mein Vater, der schon am Mittwoch Abend gelandet ist, zu uns und ass bei uns zu Abend. Ich habe gekocht. Es gab Rösti mit Zürigschnetzlets. Es hat nicht ganz so wie in der Schweiz geschmeckt, aber es war lecker. Als mein Gastvater die Rösti gesehen hat, hat er gerade gesagt ah das ist Rösti. :) Nicht einmal alle Deutschen kannten Rösti. Mein Gastvater hat mir dieses Wochenende gesagt, ich müsse unbedingt nochmals kochen. :) Nach dem Essen gabs Geschenke. Ich bekam das schweizer Fussbalshirt. Das brauche ich unbedingt, da ja im Juni die Schweiz gegen Ecuador an der WM spielt. ;) Auch gab es wieder Schoggi und Guezli Nachschub. :)
Mein schweizer Shirt :D

Am Donnerstag Abend kamen noch die Gasteltern von Jarko. Er machte auch ein Austauschjahr mit AFS und war ein Jahr in den USA.

Dieses Wochenende Waren wir mit Jarkos Gasteltern am Strand. Gestern waren wir noch in Mandala an einem wundervollen Strand. Jarko, Jarko und ich schnorchelten noch ein bisschen und sahen sehr viele bunte Fische. Leider kamen wir ein bisschen nahe an die Felsen und wir schlugen an die Felsen. Mein Gastvater hat sich am meisten verletzt, aber mehr als Schürfwunden hatte keiner.
Der Strand bei Mandala



Jetzt habe ich begonnen, auf Spanisch zu lesen. Ich habe jetzt alle Harry Potter Bücher auf spanisch zu Hause und ich verstehe sie erstauntlich gut. :)
Die ganze Harry Potter Samlung


Ich nehme an, bevor ich zurück von Cuenca bin, gibt es keinen neuen Blogeintrag. Ich nehme mir aber vor, so schnell wie möglich danach einen zu machen. Ich wünsche noch ganz schöne restliche Tagen von euren Ferien und geniesst sie.